Die Fähre nach Dumai: Sieht cool aus und drinnen ist es auch eiskalt

Indonesien - Nach Sumatra

Ein Reisetag mit fast 1000 Kilometern zu Wasser und Land liegt hinter mir. Weil ich gestern von der indonesischen Insel Batam nicht mehr weiter gekommen bin, konnte ich erst heute meine Weiterreise auf die Hauptinsel Sumatra antreten. Gestern Abend hatteich mich schon mit dem Taxifahrer, der mich auch schon gestern zu meiner Unterkunft gefahren hatte, verabredet, dass er mich nach dem Morgengebet am Hotel abholt und zum Fährterminal bringt. Ich finde es etwas früh, aber auf eine Vietelstunde kommt es auch nicht drauf an. Um 20 vor fünf ruft der Muezzin zum Gebet und weckt mich. Um halb sechs tut das gleiche dann noch einmal mein Wecker. Um sechs Uhr steige ich ins Auto zum Hafen.

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Mit dem Bus Sumatra durchquert

Nach acht Stunden in der eiskalten Fähre entlang der Küste von Sumatra gehe ich den Anleger der Hafenstadt Dumai entlang und spüre weder meine Zehen noch meine Fingerspitzen. Sie sind taub gefroren. Den Indonesiern, die mit mir auf dem Schiff waren, hat die Kälte offenbar nichts ausgemacht. Für mich ist es immer noch ein Mysterium, weshalb die Bewohner einer Tropeninsel im T-Shirt dasitzen können, während ich als Eingeborene Mitteleuropas mich kaputt friere. Meine aktuelle Theorie ist, dass die Klimaanlagen-Kälte anders empfunden wird.
Für mich fühlt sie sich definitiv kalt an.

Die Fähre von Batam nach Dumai

Mit der Fähre von Batam nach Dumai: Bakso-Genuss und SIM-Karten-Rätsel entlang der Straße von Malakka

Gestern Abend habe ich noch versucht im Ort etwas zu Abend zu essen und eine indonesische SIM-Karte für mein Handy zu bekommen. Nur eines davon ist mir gelungen. Ich bin auf eine neue indonesische Variante einer Suppe gestoßen, von der ich hoffe, dass sie mir auf dieser Reise am besten täglich begegnet. Sie heißt Bakso. Bakso heißt auf Deutsch Bällchen. Es ist also eine Nudelsuppe mir Rindfleischbällchen, die in vielerlei Weise und Größe hergestellt werden.

Die Fähre von Singapur nach Batam
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Indonesien - Ankunft auf Batam

Das kleine bisschen Luxus, nämlich ein breiteres Bett in meinem Kapselhotel, konnte ich gar nicht richtig genießen. Denn nachts um halb zwei viel eine rücksichtslose Horde südamerikanischer Frauen ein, die rupolterten und plärrten, als gehöre ihnen der Schlafraum. Mit diesem Kapselhotel war ich auch echt durch. In Japan fand ich sie so angenehm, aber dort waren ebe auch Japaner, die viel rücksichtsvoller sind. Mit der lauten, unbedachten Art von uns aus dem Westen, kommt man sich in so einem Kapselhotel mehr vor wie in einer Lagerbarracke. Überall fliegt der Müll rum.

Singapur: Doppelte Wut im Kapselhotel

Kapselhotels sind in Japan so angenehm wegen der Japaner und ihrer diskreten Rücksichtsnahme. In meinem Kapselhotel in Singapur sind aber vor allem Leute aus dem Westen. Gerade stürmt nachts um 1:30 Uhr eine Herde Südamerikanerinnen in den Schlafraum und führt sich auf, als wären sie allein. Ich muss eh aufs Klo und will ihnen eine empörte Moralpredigt über Nachtruhe halten, aber beim Rauskriechen aus meiner Kapsel schlage ich mir so den Hinterkopf an, dass ich fast K.O. gehe, meine Autorität sich augenblicklich in Luft auflöst und ich schweigen mit Sternen vor den Augen an ihnen vorbei in den Waschraum schleiche.