Eine Dampflokomotive in Galesburg

Umsteigen in den "California Zephyr"

Springfield, Illinois - Nach neun Uhr morgens hält der Texas Eagle im kleinen Bahnhof von Springfield. Hier muss ich umsteigen, denn ich will ja nicht wieder mit dem Texas Eagle zurück nach Chicago fahren, sondern nach Westen an den Pazifik. Hier wird mir zum ersten Mal klar, dass der Fernverkehr mit dem Zug in den USA kein integriertes, zusammenhängendes Netzwerk ist, sondern aus mehreren Einzelstrecken besteht, die untereinander oft nur an ihren Endpunkten eine Verbindung zueinander haben. Mein nächster Zug ist nämlich der California Zephyr, der zwischen Chicago und Sacramento an der kalifornischen Pazifikküste verkehrt. Also müsste ich ganz bis nach Chicago zurückfahren, um dort dann nach einem Tag Aufenthalt umzusteigen.  

Vor dem Einsteigen in den Texas Eagle-Fernzug

Mit dem "Texas Eagle" nach zurück Norden

Fort Worth, Texas - Ich bin froh der gleißenden Sonne und der Mittagshitze auf dem Bahnsteig von Fort Worth zu entkommen. Ich besteige den Waggon des Amtrak-Texas Eagle Fernzuges Richtung Chicago und sofort ist es drinnen angenehm kühl. Ich wuchte meinen Koffer in die Gepäckregale im Erdgeschoss des zweistöckigen Waggons und klettere dann mit meinem Handgepäck die Treppe hoch in den ersten Stock. Die Schaffnerin hat mir beim Einsteigen meine Platzkarte gegeben. Auf Papier wie früher in der guten alten Zeit. Jeder hat einen Platz neben sich frei und so kann ich es mir gleich bequem machen.

Ein Ausfallsicheres System für die Sitzplatzreservierung

Um halb drei fährt der Zug los, durchquert die Nachbarstadt Dallas und zwei Stunden später auch wie auf dem Hinweg bei Texarkana die Staatsgrenze von Texas und Arkansas. Die Nacht über fährt der Texas Eagle unter regelmäßigem Hupen durch diesen und den nächsten Bundesstaat: Missouri, wo ich in St- Louis nun den Mississippi wieder zurück überquere. In Folge 22 „Auf den Schwingen des Texas Eagle“ bin ich diese Strecke schon einmal von Chicago kommend gefahren. Deswegen ist es nicht schlimm, dass es nun draußen dämmert und ich bald nichts mehr von der Landschaft sehen kann.

Der Mississippi bei St. Louis

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