Featured

Pro und Contra: Aye Yar River View Resort

Das Aye Yar River Resort liegt mitten im Alten Bagan. Das bedeutet, dass vor der Tür sowohl das moderate Tourismusgeschäft brummt als auch der Verkehr. Von beidem hört man im Hotel selbst aber nichts.

Aye Yar River View Resort 2Die Zimmer sind mit Tropenholzmöbeln eingerichtet, ausreichend Kommoden, Schubladen und Schränke machen auch einen ordentlich organisierten längeren Aufenthalt möglich. Besonders ist, dass auf dem Sekretärtisch nicht die Hotelbibel liegt sondern die Lehren Buddhas (in der Anfängerfassung).

Die Hotelanlage ist mit Stegen über Wasser gestaltet. Den direkten Blick auf den Fluss behindern allerdings Bäume. Die Terrassen sind dafür großzügig geschnitten.

Das Waschbecken musste zu Gunsetn von Dusche und Badewanne das Badezimmer verlassen und ist nun der Ankleide gegenüber im Zimmer, stört dort aber nicht.
Das Einchecken dauerte wie auch bei anderen Hotels in Bagan länger, ein falsches Zimmer, für die falsche Personenzahl und einen falschen Preis wwar vorbereitet. Eine halbe Stunde vertröstete man uns, bot uns während der Wartezeit "Zitronengrasssaft" an. Den sollte man nicht trinken, denn es handelt sich mutmaßlich um aufeglöste Bonbons, die eventuell höchstens in einem Papier mit aufgedrucktem Zitronengrass-Bildchen verpackt gewesen waren.

Featured

Pro und Contra: Amazing Bagan Resort

Mitten in einem Laubwald fast einen Kilometer abseits der Hauptstraße gelegen ist das Amazing Bagan Resort der richtige Rückzugsort für Lärmgeplagte. Sobald man das Hotel betritt wird klar: Beim Personal herrscht freundliche und gut gelaunte Heiterkeit vor. Das Die Jugendjahre des Hotels selbst sind allerdings offensichtlich schon eine Sonnenumläufe her. Dafür ist es aber auch 25 % günstiger als andere Hotels in der Umgebung.

Amazing Bagan Resort Marionetten webRecht große Fenster lassen einen Blick über den niedrigen Wald zu, so dass in der Ferne zwei angestrahlte Pagoden zu erspähen sind. Bei schönem Wetter sollen bei Sonnenaufgang auch die zahlreichen Heißluftballons zu sehen sein.
Alle Einrichtungsgegenstände in den Zimmern spielen auf die traditionelle Lackkunst an. Nachtische, die Lampen darauf und sogar die Seifentöpfchen im Bad sind in dieser kunsthandwerklichen Technik der Oberflächenveredelung ausgeführt.

Dadurch ist allerdings noch deutlicher zu sehen, dass alles nicht mehr so ganz neu ist und an vielen Ecken abgenutzt. Seifentöpfchen auf schmalen Fuß neigen bei Berührung außerdem zum sofortigen Umkippen, was mir auf Anhieb gelang, so dass der Waschbeckenbereich für die Dauer meines Aufenthaltes mit Shampoo bedeckt war.

Die Tempelsteppe von Bagan

How dare I? Mit dem Elektrokraftrad! erkunde ich die mit antiken Tempeln übersäte Steppenlandschaft von Bagan

Featured

Pro und Contra: Heritage Bagan Hotel

Das Heritage Bagan Hotel ist das erste Haus am Platz an der Straße vom Flughafen Richtung Bagan Altstadt. In roten Backsteingebäuden spielt es auf die antiken Tempel rund um Bagan an. Die gesamte Anlage spielt auf das Kulturerbe von Bagan an und ist makellos.
Die Hotelangestellen sind ausgesucht freundlich und arbeiten minutiös ihre Routinen ab. Das ist leider auch der Nachteil, der uns gleich zu Anfang deutlich wurde. Die Abläufe im Heritage Bagan Hotel laufen streng nach Schema. Flexibilität erzeigt Chaos.

Zwei Beispiele:

  1. {flickr photo=49325481558 size=medium align=right vspace=5 hspace=5} Wir kamen um neun Uhr morgens an. Die Zimmer werden im Heritage Bagan Hotel üblicherweise erst um 14 Uhr bezogen. Auch wenn sie wie an jenem Morgen schon um 10 Uhr fertig gereinigt sind. Das ist an sich nicht außergewöhnlich. Allerdings war es dem bloßen Zufall geschuldet, dass wir nicht fünf Stunden lang brav auf dem Sofa in der Lobby saßen. Denn dort brachte man uns, der Begrüßungsroutine folgend eimerweise grünen Myanmar Tee. Die Tatsache, dass man die Absicht hatte uns dort fünf Stunden auf diese Weise auszuhalten, enthielt man uns vor.
Featured

Bagan - Die alte Hauptstadt Myanmars

Bagan1 webBagan bezeichnet eine Ebene im Zentrum Myanmars, die mehr als 41 Quadratkilometer am Ostufer des Irrawaddy-Flusses umfasst. Die meisten der Baudenkmäler wurden zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert n.Chr. errichtet und sind in unterschiedlichem Erhaltungszustand. In dieser Zeitspanne war Bagan der Stammsitz der Myanmar-Dynastie, in der 55 Könige für zwölf Jahrhunderte das Reich beherrschten. König Pyinbya war der Erbauer der heutigen Befestigungsmauer der Stadt Bagan. Als 34. König der Dynastie verlegte er im Jahr 874 n.Chr. die Hauptstadt von Tampawaddy (heute Pwasato) nach Bagan.

Jessica Bagan Tempel webDer 12. König Thaiktaing hatte jene Stadt gegründet. Zuvor gab es bereits zwei andere Hauptstädte: Thiripyitsaya, das von dem 7. König Thelegyaung erbaut wurde und Paukkan, das der Dynastiebegründer Thamudrit im Jahr 108 n.Chr. errichtete.

Die belegbare Geschichte der Dynastie, die sich durch Inschriften belegen lässt, beginnt jedoch erst mit der Regentschaft von König Anawrahta (1044-1077 n.Chr.). Im Jahr 1057 eroberte er Thaton und brachte von dort Pali-Schriften des Theravada, viele buddhistische Mönche und allereli Kunsthandwerker zurück in seine Hauptstadt. Von den Mon-Mönchen lernten die Menschen von Bagan ihr Alphabet, ihre Religion und die entsprechenden Schriften. Das war der Startschuss, ab dem in wenig mehr als zwei Jahrhunderten sowohl die Stadt als auch ihre Umgebung mit tausenden beutender Kulturdenkmäler aller Formen und Größen bebaut wurde.

Die viereckigen Tempel sind von den Mon geprägt. Für sie sind dunkle Gänge bezeichnend, die im Dämmerlicht von Fensterdurchbrüchen liegen. Aber auch die hellen, bunten Freskos mit Mon-Schriften an den Wänden gehören zu diesem Stil.

Die typischen Bagan-Tempel sind in ihrem Inneren hell und luftig mit großer Grundfläche und Höhe. Doch es gibt auch Zwischenformen.

Am Ende des 13. Jahrhunderts ging Bagan unter. Tausende Pagoden wurden von Invasoren geschleift. Der König selbst ließ auf seiner Flucht vor den Chinesen zahlreiche Bauwerke einreißen um mit den Baumaterialien Befestigungsanlagen zu bauen. Seitdem waren zahlreiche der religiösen Denkmäler dem Verfall überlassen, so dass heute nur mehr 100 Gebäude zu sehen sind, die nichtsdestotrotz noch immer Orte von Einkehr und Gebet geblieben sind.