Endlich geht es los und meine Vorfreude ist groß, als ich die Stufen der hinteren Bustür hochsteige. Es fühlt sich an, als wäre ich gerade erst ausgestiegen. Dabei ist es schon beinahe ein Jahr her, als ich mit dem letzten Arbeitseinsatz des Volksbundes mit diesem Bus unterwegs war. Wir fahren geradewegs nach Osten, deswegen suche ich mir einen Sitzplatz auf der linken Fahrzeugseite, um nicht ständig in der Sonne zu sitzen.
Heute hat meine Fahrt zur Arbeit begonnen. Anders als bei anderen Pendlern dauert sie bei mir dieses Mal drei Tage. Denn ich werde bei einem Freiwilligen-Arbeitseinsatz des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in litauischen Kleipėda, dem ehemaligen deutschen Memel, teilnehmen. Zwei Wochen lange soll dort mit 25 anderen Kolleginnen und Kollegen ein 1955 errichteter Friedhof für Kriegstote des zweiten Weltkrieges gepflegt und wieder hergestellt werden.