Reisetagebuch

Bilanz der blutigen Zusammenstöße von letztem April und Mai

60443053 - Bangkok ClashesPünktlich zum Jahrestag des Blutvergießens in Bangkok hat People's Information Centre (PCI) einen Bericht veröffentlicht, der als eine Bilanz der bürgerkriegsähnlichen Zusammenstöße zwischen red Shirts und Armee im April letzten Jahres verstanden werden kann.
Anders als in den Berichten der Regierung, beziffert der PCI-Bericht die Zahl der Getöteten Rothemden, Passanten und Soldaten auf 93.

Dem Bericht zufolge sein das 92. Todesopfer ein Anhänger der Rothemden gewesen, der sich am 19. Mai in Udon Thani der Protestbewegung angeschlossen habe und am Tag darauf an Schussverletzungen gestorben war.

Der 93. Tote war ebenfalls Anhänger der Red Shirts der am 10. April dem großflächig verschossenen Tränengas ausgesetzt war, was in Zusammentreffen mit einem Geburtsfehler des Opfers zu dessen Tod im September führte.
Von den 93 Toten warn 73 Zivilisten, 6 Reporter, Kameramänner und Rettungsdienstmitarbeiter, neun waren Soldaten oder Polizisten.

eine Lebensretter mehr an Phukets Stränden

A very tall lifeguard stand

Weil der Vertrag mit dem Phuket Lifeguard Club ausgelaufen ist, gibt es an den Stränden der thailändischen Insel jetzt keine Aufsicht mehr.
Dabei sind Phukets Strände den Statistiken zufolge äußerst gefährlich. Seit April letzten Jahres mussten an den 13 Stränden von Phuket 1.064 Touristen und 285 Thais vor dem Ertrinken gerettet werden.

Für 13 Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der Karon Beach ist mit neuen Toten Phukets gefährlichster Strand.

Der Phuket Lifeguard Club mit ihren 82 Mitgliedern würde die Strandaufsicht gerne wieder übernehmen, doch bisher hat die Provinzverwaltung von Phuket (OrBorJor) noch keine Anstalten gemacht, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen.
Der 9,9 Millionen Baht schwere Vertrag für die Strandaufsicht wird jedes Jahr wieder neu vergeben.

Bild: "A very tall lifeguard stand" von Thomas Galvez ist lizensiert unter CC BY-NC-ND 2.0

Die Höhlen rund um Thakek

Die Höhle Tham Pa SeuamNur wegen der Stadt selbst müsste man Thakek am Mekong nicht besuchen . Und die wenigsten Laos-Reisenden tun das auch. Dabei ist die landschaftliche Vielfalt von Zentral-Laos ganz offensichtlich unterschätzt. Aus meiner Sicht ist die Umgebung von Thakek deshalb einer der letzten „Geheimtipps“, falls es sowas in Zeiten von Lonely Planet und dem Internet überhaupt noch gibt.

Schon kurz hinter der Stadt Richtung Osten beginnen die dramatischen Kegelberge, die eine perfekte Indochina-Kulisse bilden. Zudem liegt einer der größten Nationalparks des Landes direkt vor den Toren der Stadt. Bekannt ist Thakek vor allem auch für seine vielen tiefen Höhlen am Rande des Nationalparks. Es sind zu viele als dass ich sie alle hätte besuchen können und wollen und manche sind auch schlichtweg nicht zu finden. Die zwei prominentesten Höhlen habe ich aber besucht und dabei zwei ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.