Wilhelm Kuhnert - Elefant
Wilhelm Kuhnert - Elefant

Die eine Stunde Luft bis zum nächsten Termin verbringe ich in der SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT in der Wilhelm Kuhnert-Ausstellung KÖNIG DER TIERE.
Monumentale Tiermalerei und ein freier Assoziationsrahmen für Naturromantik und Exotik, der aber ohne die deutsche Kolonialgeschichte nicht möglich gewesen wäre.

Wilhelm Kuhnert - Löwe
Wilhelm Kuhnert - Löwe

 

Heute Nachmittag bin ich in der Aufsichtsratssitzung der Frankfurter Museumsbausteine GmbH, die derzeit u.a. mit dem Erweiterungsbau des Jüdisches Museum Frankfurt / Museum Judengasse, dem neuen Kinder- & Jugendtheater und einem Zentraldepot befasst ist.
Und auf dem Rückweg wurde ich auf der Alten Brücke von einem milden Herbstwind sogar frisch aufgefönt.
Gratis!

Auf Studienreise in Oslo in die norwegische Nationaloper, dann weiter nach Dänemark in den Kopenhagener Zoo, dann ins königlich-dänische Schauspielhaus, dann wieder ins Schauspielhaus und dann mit dem Boot rüber ins Opernhaus. Man wusste in die letzten Tagen wirklich nicht, wo einem der Kopf steht.

Die Wangen wund geküsst, die Stimme heiser gesungen, ein paar Fingernägel abgebrochen und die Füße ein bisschen zerkratzt.
Dafür habe ich ein wunderbares Wochenende lang auf dem CSD Frankfurt mit hinreißenden Menschen gemeinsam gefeiert, diskutiert, in Stille innegehalten und sehr viel gelacht.
So muss das!

Jessica auf dem CSD Frankfurt - Bild elhit.de

Bild: ELHIT.de

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,
liebe Bürgerinnen und Bürger zu Hause an den digitalen Empfangsgeräten!

                           (Heiterkeit)

Ignoranti quem portum petat nullus suus ventus est.

                             (Zurufe)

Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig, wusste schon der alte Seneca, und ich weiß, dass auch Sie mir dankbar sind, dass ich die Übersetzung gleich mitgeliefert habe, ich an Ihrer Stelle wäre es jedenfalls.

Wie so oft steht auch hier Inhalt und Form in stetem Widerspruch zueinander. Eine bekanntlich tote Sprache gibt uns einen Schlüssel für die zentrale Fragestellung, auch der Digitalisierung. Unsere städtischen Gedächtnisorganisationen, also Museen, Sammlungen, Archive und dergleichen, müssen sich hier einer Reihe von grundsätzlichen Fragen stellen, die ihr Selbstverständnis, ihre Arbeitsweisen und vor allem ihre Relevanz betreffen. Diese Fragen gilt es zu beantworten, um weitere Entscheidungen auf dem Weg der Digitalisierung zu treffen.

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